Ingenieurunterricht

Ganz konkret: das neue Schulfach "Ingenieurunterricht"

Am Anfang war eine Idee: nicht nur theoretisch Wissen zu vermitteln, sondern zu zeigen, wie Ingenieure ihr Wissen konkret in der Praxis einsetzen. Daraus entstand ein neues Schulfach: der "Ingenieurunterricht".

Die Ingenieurkammer-Bau NRW und das Josef-Albers-Gymnasium in Bottrop haben das Pilotprojekt "Ingenieurunterricht in Schulen" im Oktober 2008 gestartet. Zwei Jahre lang gestalteten Fachlehrer und "echte" Ingenieure eine neue Art von Unterricht für Jugendliche der Jahrgangsstufen 8 und 9.

Das neue Wahlpflichtfach wurde mit spannenden und praxisnahen Inhalten gefüllt: Es geht nicht um theoretische Physik und Mathematik, sondern um deren ingenieurtechnische Anwendung. Deshalb ist der Brückenbau ebenso ein Unterrichtsthema wie Bauphysik oder Brandschutz. Erfrischenderweise wird anders gelehrt und gelernt als im klassischen Frontalunterricht: Wissen wird vor allem über Vorträge von Experten, über Exkursionen (zu Brückenbaustellen) und Experimente im Klassenraum vermittelt.

Im Modul Brückenbau ist alles rund um die Themen Druck, Zug und Kräfteverläufe von großer Bedeutung. Im Modul Gebäudeplanung stehen die Themen Bauphysik, Brandschutz und Technische Ausrüstung auf dem Lehrplan. Im zweiten Jahr lernen die Schüler, eine Straßenführung selbst zu planen und bearbeiten Fragen zur Ver- und Entsorgung.

Alles Wissenswerte für die Unterrichtsmodule "Brückenbau" und "Gebäudeplanung" haben die betreuenden Lehrer für Lehrer im "Leitfaden Ingenieurunterricht" zusammengefasst: Praxisnah mit 40 Arbeitsblättern, 25 Experimenten und drei Wettbewerben.

Der "Leitfaden Ingenieurunterricht" ist bei der Ingenieurkammer-Bau NRW erhältlich (Produktkatalog S.14).

 

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