Der Studentenwettbewerb Kirchenumbau (2009)

Außer im Bauwesen/Bauingenieurwesen ist auch in den Studiengängen Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik, Versorgungs- und Entsorgungstechnik der Theorieanteil recht hoch. Wir wollten die Studierenden deshalb dazu anregen, auch Kompetenzen wie Kreativität, räumliches Vorstellungsvermögen, Pragmatismus und Teamfähigkeit zu beweisen bzw. auszubauen. Denn die sind in der Praxis komplexer Projekte von großer Bedeutung.
Deshalb lobten wir in diesem Jahr – zusammen mit dem Caritasverband für die Stadt Mülheim an der Ruhr e.V. – erneut einen Studentenwettbewerb aus.
Thema diesmal: der Kirchenumbau St. Raphael-Mülheim.

Die Aufgabe lautete: den bereits bestehenden, entsäkularisierten Kirchenbau St. Raphael mit modernen, kreativen Technikkonzepten neu zu gestalten. Der Umbau soll den ambitionierten Zielen des derzeitigen Nutzers "Caritas - Sozialdienste e.V." entsprechen: Die Räumlichkeiten sollen vielfältig nutzbar sein, für interne Veranstaltungen, Schulungen, Workshops, aber auch für Konzerte, Tischtennisturniere, Feste bis 200 Teilnehmer, sowie für "robuste Veranstaltungen" wie Fahrradbörse und Werkstatt (Der bisherige Kirchenraum ist dazu infrastrukturmäßig nicht ausgestattet, Stichworte: Heizung/Lüftung, Dämmung, Akustik, Beleuchtung, Sanitärtechnik, Bewirtung.).

Dabei hat die Jury vor allem Maßnahmen gewürdigt, die den Gebäudestandard hinsichtlich Ökologie und Ökonomie verbessern. Die Vorschläge wurden nach folgenden Kriterien bewertet: 1. Idee / Konzept 35 %, 2. Energieeinsparung 25 %, 3. Nutzung regenerativer Energien 10 %, 4. Wirtschaftlichkeit 20 %, 5. Realisierbarkeit 10 %.

Zu den wesentlichen Bedingungen, die bei der Planung eingehalten werden mussten, gehörten:

- Die Projektidee musste auf max. vier Postern DIN A 1, in Plänen etc. dargestellt werden.

- Die Ergebnisse mussten in einer Dokumentation dargelegt werden. Die Dokumentation durfte nicht mehr als zehn DIN A4-Seiten umfassen.

- Die fünf Erstplatzierten haben vor der Jury eine 10-minütige Präsentation (mündlicher Vortrag und Power Point) gehalten.

Der Wettbewerb wurde im Herbst 2009 ausgeschrieben. Nach dem Juryentscheid im April beendete die feierliche Preisübergabe am 16. Juni 2010 in den Räumen, für die geplant wurde, den Wettbewerb. Der erste Preis, überreicht von IK-Bau-Präsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, ging an eine vierköpfige Gruppe von der Hochschule Bochum.

Weitere Informationen zum Wettbewerb als PDF zum Download

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